Riedstadt/Lausitzring (red). Auch beim fünften Lauf der DMV BMW-Challenge, der am letzten August-Wochenende auf dem Lausitzring stattfand, konnte sich der Riedstädter Nachwuchsrennfahrer Niklas Koch mit einem Klassensieg die optimale Punkteausbeute am Rennwochenende sichern.
Wie Koch und sein Team berichten, machte der für den Starkenburger AMC Darmstadt startende Rookie bereits im freien Training am Freitag mit der vierschnellsten Gesamtzeit auf sich aufmerksam. Im Qualifying am Samstagvormittag hätten sich dann die leistungsstärkeren GTR1-Fahrzeuge an die Spitze des Zeitentableaus gesetzt. Mit Position acht habe Koch mit seinem MINI
dann die beste Zeit aller Nicht-GTR1-Boliden markiert. Insofern sei das Team um den vom ADAC HessenThüringen geförderten Piloten recht zufrieden gewesen, was das erste Rennen am
Samstagnachmittag betraf.
„Erstmals war Niklas im Rennen dann mit der harten Reifenmischung des Serienausstatters GoodYear unterwegs. Zu Beginn konnte Niklas das Tempo der vor ihm gestarteten BMWs ganz gut
mitgehen und sich einen Vorsprung von rund sieben Sekunden auf seinen nächsten Verfolger in der GTR2-Klasse herausfahren. Gerade als Niklas aufgrund seines Vorsprungs etwas Tempo
herausnahm, wurde in der sechsten Runde das Rennen nach einem schweren Unfall zweiter GTR3-Fahrzeuge abgebrochen und auch nicht mehr neu gestartet, da die havarierten Rennboliden
erst geborgen werden mussten. Beide Fahrer blieben Gott sei Dank nahezu unverletzt“, berichtet das Team.
Somit habe Koch vorzeitig als Sieger der GTR2-Wertung des ersten Laufes am Wochenende festgestanden. Im Anschluss nach dem Parc Fermé hätten sich Kochs Mechaniker daran gemacht, den MINI für das zweite Rennen am Sonntag vorzubereiten. Doch dann folgte der Schreck, wie das Team weiter berichtet: Beide Antriebswellen waren ausgeschlagen und würden eine weitere
komplette Renndistanz so nicht überstehen. „Das ist wohl dem holprigen Belag des Lausitzrings zu verdanken“, zeigte sich der Youngster enttäuscht. „Bereits im freien Training hatte ich den
Eindruck, dass sich die Strecke gegenüber dem Vorjahr noch einmal verschlechtert hat. Die Schläge auf der Vorderachse in Verbindung mit der hohen Leistung des SCHIRRA-MINIs sind ‚Gift‘
für die Antriebswellen“, so Koch. „Wir werden das zweite Rennen so nicht in Angriff nehmen können“, stellte Chefmechaniker Marcel fest. „Das ist natürlich sehr schade, zumal wir mit dem Lausitzring das Rennen mit der weitesten Anreise im Rennkalender haben und ich hier nun am wenigsten gefahren bin“, fasste Koch das frühzeitige Ende des Rennwochenendes zusammen.
Wie das Team weiterhin berichtet, habe der Südhesse seine Führung in der GTR2-Meisterschaft dennoch weiter ausbauen können, da ohnehin nur das beste Rennen an einem Rennwochenende gewertet werde. Auch in der Gesamtwertung der drei GTR-Klassen liege Koch buchstäblich noch „gut im Rennen“. Das Finale der BMW-Challenge findet dann vom 20. bis 22. Oktober auf
der Strecke im niederländischen Zandvoort statt, wie das Team abschließend mitteilt. Bis dahin sei für Koch noch etwas Zeit, in der er sich mit seinem Rennsimulator auf die für ihn neue
Strecke entsprechend vorbereiten könne.


Quelle: Ried-Info vom 6. September 2023 - Seite 10