Zum Finale der ADAC Nürburgring Langstreckenserie NLS reiste der Riedstädter Porsche PETN Junior Niklas Koch zusammen mit seinem Smyrlis Racing Team in die Eifel, um gemeinsam mit seinen Teamkollegen Alex und Klaus Koch in der Cup2-Klasse verlorenen Boden wieder gutzumachen und wenn möglich noch den 2. Platz in der PRO/AM-Wertung einzufahren. Denn aufgrund eines Unfalls und ein paar technischen Probleme im Laufe der Saison, konnte das Koch-Trio den Titel in der AM-Wertung in diesem Jahr nicht verteidigen. Allerdings war die Vize-Meisterschaft schon vor dem Finale in trockenen Tüchern.
Das Wochenende begann vielversprechend. Am Freitag chauffierten die drei Kochs zahlreiche Sponsoren und Gäste um die Nürburgring Nordschleife, so dass sie damit zahlreiche Kilometer auf der Rennstrecke abspulen konnten. Allerdings war der Freitag verregnet. Am eigentlichen Renntag aber folgte dann trockenes Wetter. Nichtsdestotrotz war zu Beginn des Qualifyings am Samstagmorgen die Strecke noch nass. Dennoch war es abermals Niklas Koch, der die Zeit setzte, was mit Abstand der erste Platz in der AM-Wertung bedeutete. Insgesamt war es der 32. Startplatz im 116 Fahrzeuge umfassenden Starterfeld.
Absprachegemäß sollte wieder Alex Koch den Start fahren. Als die Ampel auf Grün sprang, erwischte dieser auch einen guten Start, doch im Streckenabschnitt „Kallenhardt“ touchierte ihn beim Überholen ein Kontrahent, wodurch der Porsche in die Leitplanken geschickt und ins Schleudern gebracht wurde. Dabei wurde dieser so stark beschädigt, dass das Rennen statt nach vier Stunden bereits nach einer halben Runde beendet war.
„Das war leider wirklich nicht der Saisonabschluss, den wir erhofft hatten. Wir konnten zwar, wie im Vorjahr, den dritten Platz in der PRO/AM-Wertung verteidigen, allerdings haben wir den Titel in der AM-Wertung verloren“, zeigte sich der auch vom ADAC Hessen-Thüringen unterstützte Youngster enttäuscht. „Diese Saison verlief sehr wechselhaft. Es begann schon mit dem Ausfall des ersten Rennens im März wegen Nebel. Ein paar kleine technische Problem sowie der unverschuldete Unfall von Klaus Mitte der Saison, machte die Titelverteidigung schon unmöglich. Zum Finale dann ein zweiter Unfall mit folgendem Ausfall nahm uns auch die letzte Chance auf die Vize-Meisterschaft in der PRO/Am-Wertung. Letztendlich hat lediglich das Pech ein besseres Ergebnis in diesem Jahr verhindert. Sowohl das Team als auch wir als Fahrer, haben keine nennenswerte Fehler gemacht.
Speziell Niklas, als PETN Junior, hat sich in dieser Saison fahrerisch als auch neben der Strecke sehr stark weiterentwickelt. Er hat praktisch keine Fehler gemacht und ist kontinuierlich schneller geworden. Entsprechend zufrieden zeigt sich der Südhesse über seine persönliche Leistung in dieser Saison und auch über die Leistung des Smyrlis Racing Teams, das ebenfalls kontinuierlich professioneller auftritt.
„Wie heißt es immer: Nach der Saison ist vor der Saison. Wir werden nun gemeinsam schauen, wie es 2027 weitergeht. Die ersten Gespräche laufen bereits und der Kontakt zu Porsche wird natürlich auch nicht abreisen“, sagt der junge Riedstädter schon wieder mit aufkeimendem Optimismus.